Einführung

Der Erwerb von kommunikativen, Gesprächs- oder Beratungskompetenzen erfordert Training - niemand lernt kommunikatives Handeln nur durch Wissenserwerb oder Arbeit an Haltungen, auch wenn Wissen und Haltung Voraussetzungen für erfolgreiches Handeln sind. Dies setzt Übungsmöglichkeiten voraus, die zuerst im geschützten Raum von Simulationen, später in der realen Arbeitspraxis stattfinden sollten. 

Nutzen Sie für das Kommunikationslernen Simulationen wie auch Realsituationen. Alle Formen von Übung zielen darauf ab, Ihnen letztlich Gesprächspraxis, (Selbst-)Erfahrung, Übung und Reflexionsmöglichkeiten in Realsituationen vorzubereiten. Rollenspiele sind dazu eine wichtige Vorstufe, weil sie im geschützten Raum Übung ohne Risiken ermöglichen. Expertise in professioneller beruflicher Kommunikation benötigt Zeit und persönliche Wachstumsprozesse. Sie können nicht alles in einem Semester lernen, wichtig ist, dass Sie sich auf den Weg zur Gesprächsführung als methodisches, kommunikatives Handeln im Beruf machen. Dabei ist Prozessorientierung erwünscht und nötig - der Weg ist das Ziel!

 

Videolecture zur Trainingsarbeit im Kommunikationslernen

Dauer 20'

Handout zur Videolecture

 

Das Training mit Simulationen

Trainingstandem oder -gruppen: Gründen Sie mit einem Mitstudenten oder einer Mitstudentin ein Trainingstandem und trainieren Sie anhand der Fallsituationen auf der Lernplattform mit Rollenspielen. Anleitung zu verschiedenen Formen von Rollenspiel finden Sie auf unten. Wenn Ihnen dies auch keine Erfahrungen in echten Gesprächen gibt, so garantiert Ihnen eine ernsthafte Trainingsarbeit mit Rollenspielen doch ein Gefühl für Problemsituationen, Anforderungen und Prozesse sowie hilfreiches kommunikatives Handeln im Gespräch.

 

Training von Gesprächsführung in Realsituationen

Studienbegleitende Praxis: Gesprächsführung in der eigenen beruflichen Praxis ist der letzte Schritt zur Gesprächskompetenz: Nach dem Wissenserwerb und der Ausarbeitung von Strategien der Gesprächsführung üben Sie in Simulationen und schliesslich in der Praxis, die Ihnen allein echte und berufsspezifische Erfahrungs- und Übungsmöglichkeiten gibt.

Studentisches Lernen und Arbeiten in Gruppen: Sie arbeiten und lernen im Studium in vielen Gruppen. Während des Semesters, in dem Sie den Kurs Gesprächsführung besuchen, könnten Sie Arbeits- und Lerngruppen von Studierenden moderieren. Dies setzt voraus, dass Sie das der Gruppe deklarieren und einen Auftrag dafür erhalten.

Persönlicher Alltag: Vielleicht sind Sie ehrenamtlich sozial engagiert, Mitglied eines Clubs oder einer Gruppe von Menschen, mit denen Sie aufgabenorientierte Aktivitäten wahrnehmen (also nicht nur die Freizeit geniessen ...). Solche Kreise könnten sein: Literaturzirkel, Männer- oder Frauengruppe, Selbsthilfegruppe, Wohngemeinschaftssitzungen, Jugendleitersitzung, Kultur-AGs, etc. Beachten Sie hierbei die persönliche Nähe, überlegen Sie sich Experimente im persönlichen sozialen Nahraum (Familie, Partnerschaft und Freundeskreis) gut. Wenn Sie im Familienkreis üben wollen, deklarieren Sie dies und machen Sie niemanden ohne Wissen zum „Versuchskaninchen“.

 

Dokumente zum Training

Leitfaden Trainingsgruppen

Prozessmodell für Rollenspiele

Vorlage Vorbereitung Rollenspiel

Feedbackbogen zur Moderation von Trainingssitzungen

 

Literatur

Mutzeck, Wolfgang (2008). Pädagogisches Training. in: ders.: Methodenbuch kooperative Beratung. Weinheim: Beltz: S. 28-34